Der Südwestpfeiler (Schottenpfeiler von 1983), VI/A2
Die Route verläuft meist weit rechts der eigentlichen Pfeilerkante über ein Riss- und Rampensystem. Im oberen, kombinierten Teil, ist sie fast identisch mit der eingezeichneten Route. In den über 20 Jahren seit der Erstbegehung wurde sie vermutlich sechs mal erfolgreich durchstiegen.
Der Westpfeiler (Katalanenpfeiler "Impossibile Star" von 1984), VI/A3
Der Katalanenpfeiler begrenzt die Westwand in ihrem linken Teil. Die Route wurde 1984 von 4 Spaniern in 11-tägiger Kletterei erstbegangen. Sie berichteten von schwierigen Granitrissen auf den ersten 900 Metern in meist gutem Fels. Danach folgte teilweise extrem brüchiges Gelände bis zum Gipfelgrat. Die vermutlich 4. Begehung gelang einem Team aus der Schweiz und Rainer Treppte (aus unserem Team von 2001) im Herbst 2003. Insgesamt verbrachten sie 18 Tage am Pfeiler bis sie den Gipfel erreichten.
Touren durch die Westwand
Jugoslawenroute VIII/A3 (85 Grad im Eis)
Die Route wurde 1990 nach einem Versuch von 1989 von zwei Spitzenalpinisten im Alpinstil begangen. Sie benötigten nach Vorarbeiten 6 Tage zum Gipfel.
Russenroute VI+/A3
1998 belagerte ein mehrköpfiges Russisches Expeditionsteam fast 2 Monate die Westwand. Viele Schlechtwetterpassagen wurden in Hängebiwaks "ausgesessen". Auch sie mussten wie zuvor die Jugoslawen, vor dem schwarzen und extrem brüchigen Felsriegel am Ende der Westwand, nach rechts zum "Schottenpfeiler" hinausqueren. Man vermutet, dass die Route in längeren Passagen identisch mit der Jugoslawenroute ist.
Beide Linien durch die Westwand gelten als extrem schwer und äußerst gefährlich.
Südostgrat
Weg der Erstbesteiger - lang und brüchig, einige Stellen im V. Schwierigkeitsgrad
Nordgrat
Der Normalweg - nur bei genügend Altschneeauflage
empfehlenswert (Vormonsun), ansonsten sehr große Steinschlaggefahr